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Warum neue Gaskraftwerke teurer sind als gedacht
Die Debatte um neue Gaskraftwerke in Deutschland
Die Debatte um neue Gaskraftwerke in Deutschland gewinnt an Fahrt – doch die Kosten für diesen Energieträger werden oft unterschätzt. Eine aktuelle Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zeigt, dass Strom aus den geplanten Gaskraftwerken deutlich teurer sein könnte, als es auf den ersten Blick scheint. Dabei werden nicht nur die direkten Herstellungskosten betrachtet, sondern auch Folgekosten wie Klimaschäden oder staatliche Unterstützungsmaßnahmen berücksichtigt. Für Unternehmen und Energieverbraucher bedeutet das: Die scheinbar günstige Gasversorgung könnte langfristig zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden.

Die tatsächlichen Stromgestehungskosten im Vergleich
Die Studie geht von reinen Stromgestehungskosten zwischen 23 und 28 Cent pro Kilowattstunde aus, abhängig von den Preisen für CO₂-Zertifikate. Im Vergleich dazu erzeugen moderne Wind- und Solaranlagen aktuell Strom für weniger als 10 Cent pro Kilowattstunde. Warum also plant die Bundesregierung weiterhin neue Gaskraftwerke?
- Gaskraftwerke dienen vor allem als Backup-Lösung, um Schwankungen in der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne auszugleichen.
- Im Gegensatz zu wetterabhängigen Anlagen erlauben sie eine schnelle und flexible Stromerzeugung, wenn erneuerbare Energien nicht ausreichend liefern.
- Die Herausforderung liegt jedoch in den Folgekosten, die sich nicht unmittelbar im Strompreis zeigen.
Ein zentrales Problem ist die Abhängigkeit von Erdgasimporten, vor allem aus dem Ausland, denn rund 95 % des deutschen Erdgases stammen aus anderen Ländern. Das birgt erhebliche Risiken:

Verdeckte Folgekosten: Klimaschäden und Importabhängigkeit
Preisschwankungen: Steigende Preise auf den internationalen Energiemärkten können die Kosten für Strom aus Gaskraftwerken innerhalb von Krisenzeiten auf bis zu 53 Cent pro Kilowattstunde erhöhen – ohne Berücksichtigung von Klimafolgekosten.
- CO₂-Emissionen: Ein einzelnes Gaskraftwerk kann über seine gesamte Laufzeit bis zu 8,4 Millionen Tonnen CO₂ ausstoßen, was gemäß Studie zu Klimaschäden in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro führt.
- Die Studie weist darüber hinaus darauf hin, dass die Gesamtkosten inklusive dieser Folgekosten bis zu 67 Cent pro Kilowattstunde erreichen können.
- Diese Schäden spiegeln sich häufig nicht in den Marktpreisen wider, sondern werden durch staatliche Subventionen oder indirekte Kosten gesellschaftlich getragen.
Die Studie zeigt, dass der Bau und Betrieb der auf rund zehn Gigawatt Leistung geplanten Gaskraftwerke mit Förderkosten von etwa 6,6 Milliarden Euro vom Staat unterstützt werden. Hinzu kommen weitere staatliche Subventionen für die Erdgasinfrastruktur, etwa für Gasspeicher oder LNG-Terminals. Diese Fördermaßnahmen senken zwar kurzfristig die Herstellungskosten von Gasstrom, verzerren jedoch den Wettbewerb mit erneuerbaren Energien. Das erschwert die Transformation hin zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft und bindet finanzielle Mittel, die andernorts für den Ausbau sauberer Technologien sinnvoller eingesetzt werden könnten.
Alternative Technologien und Bedeutung für Unternehmen
Die Autoren der Studie empfehlen als Alternativen zu neuen Gaskraftwerken Technologien, die ebenfalls zur Stabilisierung der Stromversorgung beitragen können, ohne die mit fossilen Brennstoffen verbundenen Risiken:
- Stromspeicher: Insbesondere große Batteriespeicher können Energiespitzen ausgleichen und sind zunehmend wirtschaftlich.
- Bioenergie: Nachhaltig geerntete Biomasse bietet eine CO₂-neutrale oder sogar -reduzierende Energiequelle.
- Grüner Wasserstoff: Als klimafreundlicher Energieträger kann er flexibel eingesetzt und gespeichert werden, um volatile Erneuerbaren-Kapazitäten zu ergänzen.
Diese Lösungen könnten laut Studie eine ähnlich hohe Versorgungssicherheit bieten und dabei langfristig geringere Kosten und Umweltauswirkungen verursachen. Dennoch verfolgt die Bundesregierung die Strategie, neue Gaskraftwerke zu bauen, was auf heftige Kritik stößt.
Für Unternehmen, die ihren Energieeinkauf professionell gestalten möchten, sind diese Entwicklungen von großer Bedeutung. Die absehbar steigenden Kosten für Gasstrom und die politisch geförderte Subventionsstruktur machen eine sorgfältige Beschaffungsstrategie unverzichtbar.
Hier bietet Lewero als unabhängiger Full-Service-Dienstleister klare Vorteile:
- Markttransparenz: Lewero sorgt für vollständige Übersicht über Energiepreise und Versorger sowie objektive Vergleiche, sodass Kunden keine versteckten Kosten riskieren.
- Optimale Beschaffungsstrategie: Durch professionelle Analyse und Ausschreibungssysteme lassen sich Risiken durch Preisschwankungen minimieren, etwa durch flexible Einkaufsmodelle am Termin- oder Spotmarkt.
- Nachhaltigkeitsberatung: Lewero unterstützt Unternehmen dabei, erneuerbare Energien, Stromspeicher oder alternative Technologien zu integrieren – um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.
Diese Kombination aus Energieeinkauf, Effizienzberatung und maßgeschneiderten Lösungen bietet gerade mittelständischen Unternehmen ein wirkungsvolles Instrument, um Kosten nachhaltig zu steuern und sich zukunftssicher aufzustellen.
Die Kosten für Strom aus geplanten Gaskraftwerken sind höher als oft angenommen – und sie tragen zusätzliche Risiken für Klima und Preisstabilität in sich. Die umfassende Analyse der FÖS-Studie macht klar, dass die reine Betrachtung der aktuellen Stromgestehungskosten zu kurz greift.
Als Antwort auf diese Herausforderungen sind alternative Technologien wie Speicher, Bioenergie und grüner Wasserstoff wichtige Bausteine für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung. Für Unternehmen bedeutet das, den Energieeinkauf strategisch und transparent anzugehen, um langfristig Kostenrisiken zu minimieren und zugleich Klimaziele zu unterstützen.
Lewero begleitet Sie dabei mit einem ganzheitlichen Service, der von der Analyse über die Ausschreibung bis zur Umsetzung reicht – damit Sie immer den Durchblick behalten und Ihre Energieversorgung zukunftsfähig gestalten können.
Quelle: winfuture.de – So teuer wird der Strom aus den geplanten Gaskraftwerken
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