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CO₂-Bepreisung und Gasheizungen: Was Unternehmen 2026 und 2027 beachten müssen
Die CO₂-Bepreisung und ihre Bedeutung für Unternehmen
Die CO₂-Bepreisung bleibt ein zentrales Element der deutschen Klimapolitik und nimmt insbesondere auf den Bereich der Wärmeversorgung erheblichen Einfluss. Gasheizungen – sowohl im Gewerbe als auch in der Industrie – sind hierbei ein Schwerpunkt, da sie nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Gebäudeheizung spielen und zugleich fossile Emissionen verursachen. Unternehmen, die Gas für ihre Wärme- oder Prozesswärme nutzen, müssen sich deshalb darauf einstellen, dass die Kosten für CO₂-Emissionen 2026 und 2027 weiter steigen werden. Dieser Beitrag erklärt die aktuelle Rechtslage, die Entwicklungen der kommenden Jahre und gibt praxisnahe Empfehlungen, wie Gasheizungen im Zuge der CO₂-Bepreisung effizient und wirtschaftlich betrieben werden können.

Warum ist die CO₂-Bepreisung relevant für Gasheizungen?
Zum 1. Januar 2021 wurde in Deutschland das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) für Brennstoffemissionen eingeführt, das im Kern eine Kostenbelastung für CO₂-Emissionen aus Heiz- und Kraftstoffen vorsieht. Gas, insbesondere Erdgas und Flüssiggas, ist davon direkt betroffen, da bei seiner Verbrennung CO₂ freigesetzt wird.
Die CO₂-Bepreisung wird in Form eines zusätzlichen Preises pro Tonne CO₂ auf den Brennstoffpreis aufgeschlagen. Für Unternehmen bedeutet das:
- Steigende Energiekosten: Jede verbrauchte Kilowattstunde Gas wird durch den CO₂-Preis teurer, was vor allem bei hohem Wärmebedarf spürbar ist.
- Incentivierung von Effizienz und Klimaschutz: Höhere CO₂-Kosten sind ein starkes Signal, in effizientere Technik oder alternative Wärmequellen zu investieren.
- Planungssicherheit: Da der CO₂-Preis sukzessive ansteigt, sollten Unternehmen ihre Kosten- und Investitionsplanung darauf abstimmen.
Im nationalen Emissionshandel ist der Preis bis 2025 durch das Gesetz zur Weiterentwicklung des nationalen Emissionshandels (nEHSG) für Brennstoffemissionen geregelt. Der Einstiegspreis betrug 2021 zunächst 25 Euro pro Tonne CO₂ und ist seither schrittweise erhöht worden. Laut aktueller Planung (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) werden folgende Preise für Gasheizungen angesetzt:
2025: 55 Euro pro Tonne CO₂
Diese Preise wirken sich direkt auf den Gaspreis aus. Da 1 kWh Gas etwa 0,2 kg CO₂ bei der Verbrennung freisetzt, bedeutet dies eine CO₂-Kostenkomponente von etwa 1,1 Cent pro kWh Gas (2025). Das mag auf den ersten Blick gering erscheinen, summiert sich aber bei großen Verbräuchen schnell erheblich.

Ausblick: CO₂-Preise 2026 und 2027 – Steuern steigen weiter
Der Gesetzgeber hat angekündigt, die CO₂-Bepreisung fortlaufend bis zum Erreichen eines Klimaziels beziehungsweise einer marktüblichen CO₂-Bepreisung anzuheben. Die erwarteten Preise im nationalen Emissionshandel sind für die kommenden Jahre wie folgt geplant (Quelle: BMWK 2024):
- 2026: ca. 65 Euro pro Tonne CO₂
- 2027: ca. 75 Euro pro Tonne CO₂
- Diese Zunahme bedeutet, dass die CO₂-Kosten auf Gas ebenfalls steigen und bis 2027 auf etwa 1,5 Cent pro kWh Gas anwachsen können.
Daraus resultieren höhere Betriebskosten gerade bei Gasheizungen, die direkt von den CO₂-Emissionen abhängig sind. Für Firmen mit hohen Wärmeverbräuchen kann dies eine Kostensteigerung in fünfstelliger Höhe im Jahr bedeuten, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Handlungsempfehlungen und Unterstützung durch Lewero
Es gibt Ausnahmen und Besonderheiten:
- Emissionshandel für Unternehmen mit EU-Zertifikaten: Energieintensive Unternehmen, die bereits am EU-Emissionshandel teilnehmen, sind für große Teile ihres CO₂-Ausstoßes dort eingepreist und nicht doppelt im nationalen System belastet.
- Förderprogramme und Anreize: Um die Belastungen zu mildern, gibt es Förderprogramme und steuerliche Erleichterungen, etwa für Investitionen in effiziente oder klimafreundliche Heiztechnik oder für die Nutzung erneuerbarer Energien.
- Praktische Empfehlungen für Unternehmen: Verbrauch senken durch Effizienzmaßnahmen, Umstieg auf klimafreundliche Wärmquellen, professioneller Energieeinkauf, Monitoring und Steuerung durch digitale Tools.
Lewero unterstützt Unternehmen in allen Phasen – von der Analyse der aktuellen Versorgung bis zur Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen: Bedarfsanalyse, professionelle Ausschreibungen, technische Beratung sowie Monitoring und Nachbetreuung.
Damit verbinden Sie Kosteneinsparungen mit der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und dem Beitrag zum Klimaschutz.
Die steigenden CO₂-Preise für Gasheizungen in den Jahren 2026 und 2027 bedeuten für Unternehmen eine erhebliche finanzielle Herausforderung. Es ist umso wichtiger, frühzeitig zu reagieren und Maßnahmen einzuleiten, die den Gasverbrauch reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Wärmeversorgung gewährleisten. Die Kombination aus technischen Innovationen, effizientem Einkauf und professioneller Beratung ist der Schlüssel zum Erfolg – und Lewero bietet genau diese ganzheitliche Unterstützung an. So verwandeln Sie steigende CO₂-Kosten in eine Chance für mehr Energieeffizienz, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Stand 2024 – https://www.bmwk.de/; ZDFheute, 2024 – https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/co2-bepreisung-gaspreise-100.html
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