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CATLs neue Speicherplattform “Tener Sodium” macht Schlagzeilen – und zwar nicht nur wegen des Namens.
CATLs Tener Sodium im Überblick
Auf der Intersolar 2026 präsentierte der chinesische Batteriehersteller eine natriumbasierte Variante seines preiswerten Tener‑Systems, die für Betreiber von großen PV‑ und Windparks einen echten Wendepunkt bedeuten könnte: günstigere Zellchemie, robusteres Verhalten bei Kälte und modularere Systemarchitektur. Für Energieeinkäufer und Anlagenbetreiber ist jetzt die Frage: Was bedeutet das praktisch für Beschaffung, Betrieb und Wirtschaftlichkeit?
Was ist neu am Tener Sodium?
Die Kernpunkte, die CATL öffentlich kommuniziert hat, lassen sich kurz zusammenfassen:
Natrium-basierte Zellen: Statt auf Lithium‑Eisenphosphat (LFP) setzt das System auf Natrium‑Chemie. Natrium ist ein häufig vorkommendes Element; industrieübliche Natriumverbindungen können aus unterschiedlichen Quellen (z. B. Natriumchlorid/Kochsalz, Sole oder Natriumcarbonat) gewonnen werden. Diese Verfügbarkeit ist ein Grund, warum Natrium‑Akkuzellen als potenziell günstigere Rohstoffbasis gegenüber bestimmten Lithiumchemien betrachtet werden.
Besseres Verhalten bei Kälte: CATL nennt für die Natriumzellen eine nutzbare Kapazität von etwa 92 % bei −20 °C. Das reduziert oder eliminiert in kalten Regionen die Notwendigkeit aufwändiger Beheizung vor dem Laden, wie sie bei manchen LFP‑Systemen erforderlich sein kann.
Trennung von Speicher und Leistungselektronik: Bei den bisher von CATL präsentierten Tener‑Konfigurationen kombinierten die Container Batterie und Leistungselektronik; Tener Sodium trennt Speicherblöcke und Leistungselektronik. Das erhöht die Flexibilität beim Systemdesign – etwa für 8‑Stunden‑Speicherkonzepte oder unterschiedliche Kombinationen von Energie- und Leistungs‑Komponenten.
Auslieferung ab Mitte 2027 geplant: CATL spricht von einem Lieferstart Mitte 2027; konkrete Preise nannte das Unternehmen nicht.

Relevanz für Betreiber großer Erneuerbare-Anlagen
Warum ist das relevant für Betreiber großer Erneuerbare‑Anlagen?
Die Kombination aus potenziell günstigeren Rohstoffbedingungen und robuster Zellchemie verändert die Kalkulation stationärer Speicher deutlich:
- Kostendruck auf LFP‑Systeme: Wenn Natriumzellen in großen Volumen deutlich günstiger hergestellt werden können, sinkt der CAPEX für große stationäre Speicher. CATL selbst erwartet, dass Tener Sodium preislich deutlich unter dem früheren LFP‑Tener liegen wird.
- Niedrigere Betriebskosten in kalten Regionen: Weniger Bedarf an Zellheizung bedeutet geringeren Energiebedarf für das Systemmanagement und eine höhere Nettorundlaufleistung in winterlichen Klimaten.
- Flexiblere Systemdimensionierung: Die Trennung von Speichermodulen und Leistungselektronik erlaubt Anpassungen an Projektanforderungen – z. B. längere Entladezeiten (8‑Stunden‑Speicher) oder Separierung von Leistungskapazität und Energiespeicher.
Die große Zahl, die alle Aufmerksamkeit bekommt: 1 Cent pro kWh
Auf der Messe äußerten CATL‑Mitarbeiter, dass die Investitionskosten pro durchgeführter Kilowattstunde (kWh Durchsatz) mit Tener Sodium auf Richtwerte um 1 Cent/kWh fallen könnten. Wichtig ist, das richtig einzuordnen:
- Das ist keine offizielle Preisangabe von CATL für Endkunden, sondern eine Reichweitenabschätzung, die auf vergleichbaren Annahmen zur Haltbarkeit und Zyklenzahl basiert.
- Die Vorgängerversion Tener mit LFP‑Zellen wurde bereits als sehr preiswert bewertet: Bei einer angenommenen Lebensdauer von 15.000 Zyklen und einem Anlagenpreis im Bereich von rund 1,5 Millionen Euro ergab sich damals ein Durchsatzpreis von etwa 1,6 Cent/kWh.
- CATL nennt für Tener‑Varianten ebenfalls Haltbarkeitswerte in der Größenordnung von 15.000 Zyklen und Lebensdauern bis zu 30 Jahren – bei gleicher oder besserer Zyklusfestigkeit wären niedrigere kWh‑Durchsatzkosten plausibel.
Fazit: Die 1‑Cent‑Marke ist laut CATL in Reichweite – eine Bestätigung, dass große saisonale oder tagesspeichernde Projekte künftig wirtschaftlicher werden könnten. Eine verbindliche Kostenkalkulation bleibt jedoch projektspezifisch und ist abhängig von Einkaufsbedingungen, Installationsaufwand, Systemarchitektur und Betriebsstrategie.

Konsequenzen für Ausschreibung und Beschaffung
Welche praktischen Konsequenzen für Ausschreibung und Beschaffung?
Für Projektentwickler, Stadtwerke und Betreiber von großen PV‑ oder Windparks bedeutet das Auftauchen eines günstigen Speicherprodukts:
- Neu bewerten, nicht reflexhaft reagieren: Bestehende Ausschreibungsstrategien sollten überprüft werden: Längere Speicherdauern und potenziell günstigere Zellkosten verschieben Kosten‑Nutzen‑Rechnungen und Amortisationszeiten.
- Technische Anforderungen klar definieren: Entscheidend ist das Zusammenspiel von Leistungselektronik, Speicherdauer (z. B. 4‑h vs. 8‑h) und Netzanschlussleistung. Die modulare Architektur des Tener Sodium erlaubt hier Varianten – das muss in Ausschreibungsprofilen berücksichtigt werden.
- Risikoabschätzung und Lieferkettenprüfung: CATL ist ein großer Hersteller, Lieferkonditionen und Garantien sind dennoch Verhandlungssache. Betreiber sollten Liefer‑ und Serviceklauseln, Performance‑Garantien und Ersatzteilversorgung vertraglich klar regeln.
Wie wir bei Lewero Unternehmen jetzt unterstützen
Als Full‑Service‑Partner für Energie und Effizienz begleiten wir Betreiber bei der Einordnung solcher Markttrends: von der technischen Anforderungsdefinition über die Ausschreibung bis zur wirtschaftlichen Bewertung.
Wir erstellen für Sie ein klares Ausschreibungsprofil (Leistung, Speicherdauer, Betriebsstrategie), damit Angebote vergleichbar werden.
Wir führen Markt‑ und Lieferantenchecks durch und werten Garantien sowie Lebensdauerklauseln transparent aus.
Wir berechnen kWh‑Durchsatzkosten für Ihre Projektspezifika und zeigen, wie sich verschiedene Betriebsstrategien (z. B. Arbitrage, Eigenverbrauchsoptimierung, Netzstabilisierungsdienste) auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.
Wenn ein Speicherprodukt wie Tener Sodium die Wirtschaftlichkeit großer Speicherprojekte verbessert, sind frühzeitige, datenbasierte Entscheidungen der Schlüssel zum Erfolg.
Kurz zusammengefasst
Kurz zusammengefasst
CATLs Tener Sodium ist ein weiterer Beleg, dass die Kosten stationärer Energiespeicher in großen Schritten fallen können: eine auf Natrium basierende Zellchemie (mit gut verfügbarer Rohstoffbasis), bessere Kälteleistung und modulare Systemarchitektur sind Treiber. Aussagen wie „1 Cent pro kWh Durchsatz in Reichweite“ sind zwar keine festen Preisgarantien, aber eine wichtige Orientierung für Projektplanungen. Für Betreiber und Einkäufer gilt: Jetzt prüfen, kalkulieren und Ausschreibungsprofile an neue Möglichkeiten anpassen.
- Auf Natrium basierende Zellchemie mit potenziell günstiger Rohstoffbasis.
- Robustes Verhalten bei Kälte und modulare Systemarchitektur.
- 1 Cent pro kWh Durchsatz als orientierender Richtwert für künftige Projekte.
Wenn Sie prüfen möchten, ob ein natriumbasierter Speicher für Ihr Projekt wirtschaftlich ist oder wie sich Speicher in Ihre Energiebeschaffungsstrategie integrieren lässt, sprechen Sie uns an — wir begleiten Sie von der Bedarfsanalyse bis zur Ausschreibung und Vertragsprüfung.
Quelle: https://www.chip.de/news/haushalt-garten/strom-fuer-1-cent-pro-kilowattstunde-catl-zeigt-unschlagbar-guenstigen-speicher_0f2ddb8a-304e-496a-b100-14afa245e354.html (CHIP)
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