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Steigende Stromkosten in Deutschland: Was steckt dahinter?
Die Diskussion um steigende Strom- und Gaspreise
Die Diskussion um steigende Strom- und Gaspreise nimmt in Deutschland erneut Fahrt auf. Aktuell sind es besonders die Pläne der Bundesnetzagentur, die für Aufmerksamkeit sorgen: Netzwerkbetreibern sollen höhere Renditen ermöglicht werden – eine Entwicklung, die mittelfristig zu höheren Netzentgelten und damit steigenden Energiekosten für Verbraucher führen könnte. Doch wie kommt es zu diesem Dilemma, und was bedeutet das konkret für Verbraucher und Unternehmen?

Höhere Renditen für Netzbetreiber – Hintergründe und Kritik
Warum plant die Bundesnetzagentur höhere Renditen für Netzbetreiber?
- Erhöhung soll ein attraktives Investitionsumfeld für Strom- und Gasnetzbetreiber schaffen
- Notwendig für den Ausbau und die Modernisierung der Netze im Rahmen der Energiewende
- Höhere Eigenkapitalverzinsung führt direkt zu steigenden Netzentgelten für alle Verbraucher
Allerdings führt diese Erhöhung der Eigenkapitalverzinsung zu einem Dilemma: Höhere Renditen bedeuten direkte Mehrkosten für den Netzbetrieb, die via Netzentgelte an die Endverbraucher weitergegeben werden. Das schlägt sich in höheren Strom- und Gasrechnungen nieder, was angesichts der bereits belasteten Haushalte und Unternehmen für zusätzlichen Druck sorgt.

Expertenmeinungen und soziale Folgen
Aktuelle Renditen und Kritik der Experten
- 2023 erzielten Netzbetreiber durchschnittlich 20,2 % handelsrechtliche Eigenkapitalrendite
- Einzelne Unternehmen wie EWE Netze, Pfalzwerke Netz oder Westnetz liegen teils deutlich darüber
- Kritik: Es handelt sich um Monopolunternehmen, bei denen strengere Regulierung notwendig wäre
Robert Busch, Geschäftsführer des bne, kritisiert diesen Umstand:
„Wenn Netzbetreiber derartige Renditen erzielen können, dann läuft im Regulierungsrahmen etwas grundsätzlich schief.“
Denn die extrem hohen Gewinne sind ein Zeichen für ineffiziente oder falsch eingestellte Regulierung und werden letztlich von Millionen Stromkunden bezahlt.
Handlungsmöglichkeiten und Ausblick
Was können Verbraucher und Unternehmen jetzt tun?
- Detaillierte Analyse des aktuellen Energieverbrauchs und der Vertragskonditionen
- Nutzung professioneller Ausschreibungsmanagements und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen
- Fördermittelberatung, Austausch mit Experten und rechtzeitige Reaktion auf Preisentwicklungen
Ein professioneller Dienstleister kann hier helfen, den komplexen Energiemarkt transparent zu machen und passgenaue Lösungen zu erarbeiten – gerade in einem volatilen Umfeld mit steigenden Netzentgelten.
Die Ankündigung der Bundesnetzagentur, die Renditen für Netzbetreiber zu erhöhen, unterstreicht einmal mehr eine der größten Herausforderungen der Energiewende: Die Netze müssen dringend stabiler, sicherer und klimafreundlicher werden. Das kostet Geld und bedeutet vorübergehend höhere Preise. Gleichzeitig warnt die Kritik an den hohen echten Gewinnen der Netzbetreiber davor, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen außer Acht zu lassen.
Für Verbraucher und Unternehmen gilt es daher, aufmerksam zu bleiben, sich proaktiv mit dem Energieeinkauf und der Energieeffizienz zu befassen und bei Bedarf externe Expertise wie die von Lewero in Anspruch zu nehmen. Denn ein fachkundiges Management der Energiekosten ist heute mehr denn je entscheidend, um die Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig wirtschaftlich stabil zu bleiben.
Quelle: https://www.fr.de/wirtschaft/drohen-schon-wieder-hoehere-stromkosten-fuer-deutsche-verbraucher-zr-93950081.html (FR.de)
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