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Gemeinsam für eine starke Energiewende in Südniedersachsen
Energiewende als regionale Aufgabe
Die Energiewende ist eine herausfordernde Aufgabe – vor allem auf regionaler Ebene. Genau hier setzt der neu gegründete Stadtwerkeverbund Südniedersachsen (SVS) an, der neun südniedersächsische Energieversorger sowie die Städtischen Werke Kassel vereint. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien wie Windkraft und Photovoltaik in der Region gezielt und effektiv voranzutreiben.
Die Zusammenarbeit verbindet nicht nur die Fachkompetenz und Erfahrung der beteiligten Versorgungsunternehmen, sondern schafft auch eine gemeinsame Plattform, um Ressourcen zu bündeln, Wissen auszutauschen und Projekte auf einer soliden Basis zu realisieren. So können Herausforderungen wie Flächenakquise, Projektentwicklung, Bau und Bürgerbeteiligungen effektiver gemeistert werden – keineswegs als Einzelkämpfer, sondern als starkes regionales Netzwerk.

Weniger Wettbewerb, mehr Partnerschaft
Ein wesentlicher Aspekt des Zusammenschlusses ist die klare Absage an Konkurrenzdenken. Die SVS orientiert sich am erfolgreichen Vorbild der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN), die bereits mehrere Windparks und Freiflächen-PV-Anlagen erfolgreich gebaut hat. Dabei legen die Partner großen Wert darauf, sich nicht als Konkurrenten, sondern als Partner für die Energiewende in Südniedersachsen und angrenzenden Regionen zu verstehen.
Mit verteilten Beteiligungsverhältnissen – so halten Kassel und Harz Energie jeweils 20 %, während Die Stadtwerke Northeim und Einbeck jeweils 10 % und weitere Versorger 6 % besitzen – entsteht eine faire Struktur, die Teilhabe für alle ermöglicht. Auch die Geschäftsführung kommt mit Vertretern aus Clausthal-Zellerfeld und Hann. Münden von erfahrenen Versorgern der Region.
- Vorbild Stadtwerke Union Nordhessen (SUN)
- Verteilte Beteiligungsverhältnisse ermöglichen faire Teilhabe
- Regionale Partner und erfahrene Geschäftsführung
Der Weg von der Planung bis zur Bürgerbeteiligung
Der SVS-Verbund verfolgt ein schlüssiges Projektmodell:

Vom Projekt zur regionalen Einbindung
Flächenakquise: Zunächst werden geeignete Flächen für Wind- und Freiflächenphotovoltaikanlagen identifiziert und geprüft.
Konsortialbildung: Mitglieder der SVS entscheiden individuell, ob sie sich an einzelnen Projekten beteiligen wollen – Zwang zur Teilnahme gibt es nicht.
Risikoübernahme: Die Risiken für Projektentwicklung und Bau trägt jeweils nur die am Projekt beteiligte Mitgliedergruppe.
Regionale Einbindung: Nach der Fertigstellung der Anlagen werden Anteile über lokale Partner weitergegeben, darunter Bürgerenergiegenossenschaften, Kommunen und weitere regionale Energieversorger.
Dieser Ansatz sorgt nicht nur für Flexibilität bei der Beteiligung, sondern erhöht auch die Akzeptanz in der Bevölkerung, denn Energiewende wird gemeinschaftlich gestaltet. Dr. Olaf Hornfeck, Vorstand der Städtischen Werke Kassel, bringt es auf den Punkt: „Wer mit einem Windrad leben soll, muss die Chance haben, davon zu profitieren.“
- Flächenakquise und individuelle Konsortialbildung
- Flexible Beteiligung und Risikoübernahme
- Einbindung lokaler Partner und Bürger
Regionale Stärke von Harz bis Fulda
Der Aktionsradius des Stadtwerkeverbunds Südniedersachsen erstreckt sich über das niedersächsische Harzgebiet, Teile der Landkreise Göttingen und Northeim bis ins Stadtgebiet von Kassel. Damit wird eine große, zusammenhängende Fläche von mehreren hunderttausend Einwohnern erreicht – eine Basis, die ausreichend Potenzial für den Ausbau der erneuerbaren Energien bietet.
Der Sitz der neu gegründeten Gesellschaft ist in Hann. Münden angesiedelt, wo auch kaufmännische Dienstleistungen für den Verbund zentral koordiniert werden sollen. Dies bündelt nicht nur Kompetenzen, sondern trägt auch zur Effizienzsteigerung bei.
Mehrwerte für Unternehmen, Kommunen und Umwelt
Was bedeutet das für Unternehmen und Kommunen?
Die Gründung des SVS zeigt, dass die Energiewende am besten gelingt, wenn verschiedene Akteure ihre Kräfte bündeln. Für Kommunen und Unternehmen in der Region ergeben sich daraus einige entscheidende Vorteile:
- Planungssicherheit durch größere, wirtschaftlich sinnvolle Projekte
- Regionale Wertschöpfung durch Einbindung lokaler Bürger und Kommunen
- Innovationskraft durch Erfahrungsaustausch und Know-how
Für gewerbliche Kunden, Hausverwaltungen und Unternehmen in Südniedersachsen bedeutet das: nachhaltigere und transparentere Energieversorgung mit regionalem Bezug.
Ein starkes Netzwerk als Basis für die Energiewende
Die Energiewende ist vielschichtig, braucht Fachkenntnis und vor allem Engagement auf allen Ebenen – vom Projektmanagement bis hin zu Bürgerbeteiligung. Der SVS zeigt, wie regionale Stadtwerke und Versorgungsunternehmen gemeinsam nachhaltige Akzente setzen können. Durch die Konzentration auf erneuerbare Wind- und Solarenergie sowie Batteriespeicher entsteht ein zukunftsfähiges Portfolio, das sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet.
Gerade im Wettbewerb mit großen, oftmals global agierenden Energiekonzernen ist ein solcher Verbund der Schlüssel, um ländliche Regionen fit für die Zukunft zu machen – mit energiepolitischer Eigenständigkeit und regionaler Identität.
Fazit: Synergien schaffen Mehrwert
Die Gründung des Stadtwerkeverbunds Südniedersachsen ist ein exzellentes Beispiel für kollaborative Energiewende auf lokaler Ebene. Sie eröffnet Möglichkeiten für den effizienten Ausbau erneuerbarer Energien, für eine breite Beteiligung von Bürgern und Kommunen und für eine Stärkung der regionalen Versorgungssicherheit.
Für Energieversorger, Unternehmen und Kommunen bedeutet dies: Gemeinsam Lösungen zu entwickeln, statt einzeln an Grenzen zu stoßen. Für die Nutzer und die Umwelt heißt das: Mehr grüne Energie vor Ort, mehr Teilhabe und weniger CO₂-Emissionen in der Region.
Wenn Sie als Unternehmen Interesse an individuell passenden Energielösungen haben, von denen Sie langfristig profitieren können, begleiten wir von Lewero Sie gern auf Ihrem Weg – transparent, kompetent und nachhaltig.
Quelle: https://www.hna.de/lokales/northeim/stadtwerke-northeim-und-andere-energieversorger-aus-suedniedersachsen-und-nordhessen-bilden-einen-verbund-fuer-die-energiewende-93851805.html (HNA, Olaf Weiss)
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